Dienstag, 20. August 2013

Donauauen bei St.Pantaleon am 20.08.2013

Donauauen bei St.Pantaleon

Biberlacke

Biberlacke


Biberlacke

Biberlacke

Augewässer

Augewässer

Autümpel

Fischerhüttenbach

Fischerhüttenbach
 Ein paar Eindrücke mit der Infrarotkamera aus den Donauauen bei St.Pantaleon/Erla. In der Au ist wieder Ruhe eingekehrt. Der Wasserstand ist noch etwas erhöht Die Gelsen sind fast weg, lediglich die Bremsen sind im Schatten etwas lästig.

Freitag, 16. August 2013

Schluss mit den Gelsen!

Die grosse Hitze der letzten Wochen hat offenbar den Gelsen den Garaus gemacht. War es vor einem Monat in der Au noch unerträglich, so hält man es jetzt auch im Schatten gut aus, ohne von den Plagegeistern genervt zu werden. Ein Abendessen bei der Mostschenke Hammerl in Enns war heute absolut gemütlich.

Mostschenke Hammerl, Gastgarten

Sonntag, 11. August 2013

Donauauen am 11.08.2013

Heute war ich seit langem wieder mal im Augebiet um St.Pantaleon-Erla. Das Hochwasser hat seine Spuren hinterlassen, es liegt an manchen Stellen noch immer viel Schlamm. Teilweise sind neue Gewässer entstanden, gerade bei den Gelbbauchunken kann man viel Nachwuchs beobachten.

Laichgewässer der Knoblauchkröte

Laichgewässer der Gelbbauchunke

Fischerhüttenbach



Ingridlacke



Dienstag, 23. Juli 2013

Das Wasser geht zurück......

....und auf den Feldern bleiben jede Menge Fische zurück. In der Kronau und auch in anderen überschwemmten Gebieten geht langsam das Wasser zurück und die Lacken trocknen aus.








Montag, 15. Juli 2013

Biber (Castor fiber)

Als ich noch ein Kind war, fuhren wir oft zur Biberlacke nach St.Pantaleon. Von den namensgebenden Bibern war damals in den 70er und 80er Jahren keine Spur. die ersten Nagespuren der Biber entdeckte ich damals in den Donauauen um Hainburg, bzw. in den Marchauen bei Marchegg.


Nagespuren des Bibers
Es dauerte einige Zeit, bis sich auch im Gebiet um die Biberlacke wieder Biber einfanden. Um das Jahr 2000 konnte man dort die ersten Nagespuren erkennen. Entlang des Fischerhüttenbachs wurden Bäume angenagt und gefällt. Die ersten beiden Biber waren eine kleine Sensation, mittlerweile gehört der Biber zu den häufigen Tieren in den Donauauen. Allein im Gebiet um St.Pantaleon/Erla schätzt man die Population auf 20-30 Stück, aber auch in anderen Augebieten entlang der Donau, am unteren Inn und an der Enns ist der Biber bereits sehr häufig. 
schwimmender Biber an der Weiten Lacke bei St.Pantaleon/Erla
überfahrener Biber bei Ybbs an der Donau
Biber gehören zu den Nagetieren und sind nach den Capybaras die zweitgrössten Nager. Man unterscheidet zwischen dem Kanadischen Biber (Castro fiber) und dem Eurasischen Biber (Castor canadensis). Biber erreischen eine Länge von ca. 1m und ein Gewicht von knapp 20kg. Bis auf den Schwanz ist der Biber dicht behaart, das Fell wird mit einem fetthaltigen Sekret (Biergeil) gepflegt. Biber waren ursprünglich in Europa häufig verbreitet, wurden aber durch intensive Bejagung in weiten Teilen Europas ausgerottet. Erst in den letzten Jahren erfolge eine erneute Verbreitung entlang der Gewässer.
Biberbau an der Weiten Lacke bei St.Pantaleon/Erla
Biberbau an der Weiten Lacke bei St.Pantaleon/Erla
In Österreich ist der Biber hauptsächlich entlang dr Donau, der March und im Unterlauf einiger Nebenflüsse beheimatet. Die Populationsdichte ist in einigen Gebieten stark steigend. 
Biber sind reine Pflanzenfresser und ernähren sich von jungen Trieben und Blättern der Weichhölzer. Entlang der Gewässer legen sie ihren Bau an, dessen Eingang unter der Wasseroberfläche liegt. Diese Bauten können gewaltige Dimensionen annehmen, Durchmesser von mehr als 10m und Höhen bis zu 2m sind keine Seltenheit.

Geländeaufhöhung im Bereich Enns/Kronau

Feld bei Enghagen

Feld bei Enghagen

60cm Auflandung im Augebiet bei Enghagen

Maisfeld in Enghagen/Enns

Maisfeld bei Kronau/Enns

Hier wurde das Feld bereits freigeschaufelt. Das feld war ca. 1,5m hoch mit Feinsediment bedeckt.

Altarm bei Kronau
Das Bild zeigt z.B. eine Geländeaufhöhung im Augebiet. Das linke Bild (Infrarot-Aufnahme) wurde im Februar 2013 bei relativ niedrigem Wasserstand aufgenommen, das rechte Bild am 26.06.2013 nach dem Hochwasser. Man kann davon ausgehen, dass bei fallendem Wasserstand der nördlich gelegene Altarm (im Bild rechts) komplett trocken fällt.

Mittwoch, 10. Juli 2013

"Gelsenplage in der Au!"


So und ähnlich lauteten die Schlagzeilen mancher Medien. Von einer Invasion war die Rede, von Horror,....in der Tat - für einen Städter, der es gewohnt ist, den Sommer in einer insektenfreien klimatisierten Umgebung zu verbringen, mag ein Ausflug in die Au derzeit zu einem traumatischen Erlebnis werden. Betritt man derzeit ein Augebiet, so ist man sofort von einer "Gelsenwolke" umgeben. Diese Plagegeister nutzen jede Gelegenheit, sich an der Haut niederzulassen und dort mit der Nahrungsaufnahme, dem Blutsaugen zu beginnen. 

Die Stechmücken (Culicidae) sind eine Familie von Insekten. Weltweit gibt es davon ca. 3500 Arten, 104 kommen in Europa vor. Mit ihren Mundwerkzeugen können die Stechmücken die Haut ihres Wirtes durchbohren und mit dem Rüssel Blut saugen. Dieses Blut benötigen sie zur Eiproduktion. Einige Arten können gefährliche Krankheiten, wie z.B. Malaria oder Dengue Fieber übertragen. Die Stechmücken benötigen für ihre Fortpflanzung Gewässer, bevorzugt periodische Kleingewässer. Sie kommen daher bevorzugt in Sumpf- und Augebieten, Regenwäldern, in der Tundra und an Gewässern vor. In Österreich zählen vor allem die Flussauen, sowie die Schilfgebiete um den Neusiedler See und im Seewinkel zu den idealen Lebensräumen der Stechmücken. Die Larven können sich dort im Flachwasser und in Kleingewässern entwickeln. Oft reicht eine mit Wasser gefüllte Wagenspur, eine Wasserpfütze oder eine Regentonne im Garten als Brutstätte für Stechmücken. Nach Hochwässern bilden sich in den Überschwemmungsgebieten unzählige Kleingewässer, die als idelaer Lebensraum für die Larven dienen. 

In den Augebieten entlang der Donau, March und am unteren Inn gibt es fast jedes Jahr zahlreiche Stechmücken. Einmal mehr - einmal weniger. Gelsenfreie Jahre sind äusserst selten und kommen nur alle paar Jahre in Sommern mit sehr langer Trockenperiode vor. Aber auch in einem Jahr wie heuer, in dem durch das Hochwasser im Juni ein idealer Lebensraum für die Gelsen geschaffen wurde, kann man das Augebiet betreten. Das Wetter ist schon einmal wichtig. Gelsen mögen keinen Wind und keinen Sonnenschein. Zudem sollte man lange Kleidung tragen und vor allem die Hand- und Fussgelenke schützen, da sich dort die Gelsen am liebsten niederlassen. 

Stechmückenlarven in einem Kleingewässer in den Donauauen
Stechmücke
In den Hochwassergebieten wird seit längerem eine Bekämpfung der Stechmücken mit dem Bakterium Bacillus thuringiensis israelensis (BTI) durchgeführt. Dieses Mittel kann grossflächig mit Hubschraubern ausgebracht werden und schädigt den Verdauungstrakt der Larven. Aus der Sicht des Naturschutzes ist diese grossflächige Bekämpfung umstritten. Stechmücken stellen einen wichtigen Teil in der Nahrungskette des Ökosystems dar und dienen als Nahrung für andere Insekten, Spinnen, Fische  und Amphibien. Zusätzlich halten sie in den Sommermonaten den Menschen vom Augebiet fern.

Dienstag, 9. Juli 2013

Donauauen, 09.07.2013

Wir waren heute vormittag in den Überschwemmungsgebieten um das Kraftwerk Wallsee-Mitterkirchen unterwegs. Durch den hohen Grundwasserstand sind noch immer Teile des Augebiets in St.Pantaleon-Erla überflutet. Auch auf einigen Feldern nördlich von Strengberg steht noch immer Wasser. Diese Wasserflächen haben sich mittlerweile zu Kleinbiotopen entwickelt. Seefrösche und Gelbbauchunken haben dort abgelaicht, zahlreiche Wasservögel haben sich auf den Wasserflächen eingefunden. Einige Wasserflächen liegen auch höher als der Grundwasserspiegel, was höchstwahrscheinlich daran liegt, dass die Sohle durch den angeschwemmten Schlamm abgedichtet wurde und das Wasser nicht abfliessen kann. 

überschwemmtes Feld bei Au/Strengberg



Im Bereich unterhalb des Kraftwerks Wallsee-Mitterkirchen konnten wir auf einigen Feldern Kaulquappen der Knoblauchkröte (Pelobates fuscus), Kaulquappen und juvenile Tiere von Seefrosch (Pelophylax ridibundus) und Gelbbauchunke (Bombina variegata) finden.

juvenile Gelbbauchunke (Bombina variegata)

ca. 10cm grosse Larve der Knoblauchkröte (Pelobates fuscus)
Nordseitig ist im Bereich Saxen ein Grossteil der Felder beeits trocken aber noch sehr stark verschlammt. Im Bereich der Entenlacke fanden wir Kaluquappen von Laubfrosch (Hyla arborea) und Seefrosch (Pelophylax ridibundus). Die Entenlacke selbst stand stellenweise mehrere Meter unter Wasser.  Auch hier hat das Hochwasser seine Spuren hinterlassen, die Geländeaufhöhungen sind aber geringer als in den Augebieten nahe des Kraftwerks.

verschlammtes Feld bei Saxendorf (Entenlacke)

Entenlacke bei Saxen

Montag, 8. Juli 2013

Geschiebe

Ein Fluss durchfliesst von seiner Quelle bis zur Mündung unterschiedliche Landschaften. Dementsprechend ändert er auch seine Gestalt und seine Sohlbeschaffenheit. Im Hochgebirge besteht die Sohle oft nur aus gewachsenem Fels oder groben Blöcken. Feinsedimente sind nur in geringem Maß vorhanden und lagern sich nur an bestimmten Stellen (z.B. Kehrwasser, Kolke) ab. Durch die Bewegung des Wassers wird Gestein zerkleinert, das heisst, dass der Anteil an Feinsedimenten mit der Entfernung von der Quelle zunimmt. 
Die Sohle der Donau im Österreichischen Abschnitt besteht zum Grossteil aus Schotter mit einer Korngrösse von 20-63mm, auch als Grobkies bezeichnet. Gelegentlich findet man auch grössere Steine und Blöcke. Die Schotterterrassen sind landschaftsprägend in den Tiefländern entlang der Donau. Schotter hat auch eine grosse wirtschaftliche Bedeutung in der Bauindustrie und wird an vielen Orten im Tagbau entlang der Donau gewonnen.


Donauschotter bei Enns

Donauschotter, Korngrösse von ca. 1-10cm

Donauschotter bei Enns, im Hintergrund Anlandung von Feinsediment

Feinsediment an der Donau.
Im Gegensatz zum Schotter, der aus Kalksteinen besteht,  hat dieses Feinsediment einen kristallinen Anteil.
Man kann davon ausgehen, dass das Feinsediment über weitere Strecken verfrachtet wurde.

Neben dem Schotter zählen auch noch Mittelkies (Split) mit einer Korngrösse von 6,3-20mm und Feinkies (Grus) mit einer Korngrösse von 2-6,3mm zu den sohlbildenden Sedimenten in der Donau. Diese Korngrössen können allesamt trocken fraktioniert werden und sind somit wirtschaftlich nutzbar. 
Diese Sedimente bilden die Sohle des Flusses, können aber bei höheren Strömungsgeschwindigkeiten, wie sie z.B. bei Hochwässern auftreten, mobilisiert und in Richtung Mündung verfrachtet werden.

Ab einer Korngrösse, die kleiner ist als 2mm beginnt der sogenannte Feinboden: Sand, Schluff und Ton. Diese Fraktionen sind in fast jedem Gewässer zu finden, der Anteil steigt mit der Entfernung von der Quelle. Feine Sedimente entstehen durch Erosion: steine werden durch die Strömungsbewegung im Wasser gerundet und kleiner geschliffen. Feinsediment bleibt über, wird bei höhrere Strömungsgeschwindigkeit im Wasser verfrachtet und lagert sich bei niedriger Strömungsgeschwindigkeit am Boden ab.
Diese Feinsedimente sind massgeblich für die Trübung von Flüssen verantwortlich.

Bei Hochwässern und den dadurch entstehenden hohen Strömungsgeschwindigkeiten werden immer mehr Sedimente im Fluss transportiert, die Trübung steigt.

In aufgestauten Flussbereichen passiert genau das Gegenteil: durch die niedrige Ströumngsgeschwindigkeit lagern sich Schwebstoffe am Boden ab. Neben den anorganischen Schwebstoffen (Sand, Ton, Schluff) transportiert der Fluss jede Menge organische Schwebstoffe: tierische und pflanzliche Zersetzungsprodukte.

Zusammen ergeben diese Schwebstoffe einen Schlamm, der sich bevorzugt in strömungsarmen Gewässerregionen absetzt. Vor allem in Staubereichen kommt es über die Jahre zu einer Akkumulation von Schlamm. Ökologisch sind Staubereiche anders zu betrachten als Fliessstrecken: durch die andere Sedimentzusammensetzung, durch niedrige Fliessgeschwindigkeiten und teilweise auch höhere Wassertemperaturen bieten sie Lebensraum für eine komplett andere Flora und Fauna.


Dienstag, 11. Juni 2013

Ansicht des Donauabschnittes Enns-Ardagger, Aufnahme 1907

Diese historische Karte aus dem Jahr 1907 zeigt die Donau im Abschnit von Enns bis Ardagger. Die Donau ist noch nicht an allen Stellen reguliert, es sind auch noch keine Kraftwerksbauten vorhanden. Bei St.Pantaleon/Erla fließt die Donau bereits im heutigen Flussbett, im Augebite sind aber noch breite Nebenarme zu erkennen. Bei Wallsee befindet sich der Hauptfluss im bereich des heutigen Donaualtarms, der Hüttinger Altarm ist hier breiter als die Donau eingezeichnet, aber schon durch ein Längsbauwerk vom Hauptfluss getrennt.

Montag, 10. Juni 2013

Kuriose Pressemeldungen zum Thema Hochwasser

Elementarereignisse wie das Hochwasser im Juni 2013 verleiten Medien immer wieder zu reisserischen Schlagzeilen und kuriosen und teilweise stark übertriebenen Meldungen. 

Hier ein kleiner Auszug, zu dem, was sich in den letzten Tagen in Österreichs Medienlandschaft abgespielt hat.

"Hochwasser - St. Valentin schwer von Enns-Fluten getroffen
Amstetten (APA) - St. Valentin (Bezirk Amstetten) ist von den Enns-Fluten schwer getroffen worden. Sonntagabend musste eine Frau aus einem vom Hochwasser eingeschlossenen Haus gerettet werden, auch die Feuerwehrzentrale war bedroht, teilte Philipp Gutlederer vom Bezirkskommando auf Anfrage mit. Zahlreiche Objekte in der 30 Jahre jungen Stadt seien überschwemmt."

Dieser Bericht wurde am 02.06.2013 von der Tiroler Tageszeitung (online Ausgabe) und diversen anderen Medien (u.a. NOEN am 03.06.2013, ORF.at am 02.06.2013) publiziert. 

Tatsache ist, dass die Stadt St.Valentin 20m über dem Enns-Niveau liegt und zudem die Enns im Bereich Rubring/Thaling aufgestaut ist. Der Ort kann praktisch gar nicht von der Enns überflutet werden. Unterhalb der Staumauer gab es naturgemäß Überflutungen im Augebiet, es waren aber keine Gebäude betroffen. In der Stadt selbst trat der Erlabach an einigen Stellen über die Ufer. Als ich am darauffolgenden Tag durch den Ort fuhr, zeugten lediglich prophylaktisch aufgetürmte Sandsäcke vom Hochwasser. Mein Auto stand während des ganzen Hochwassers 20m neben der Enns und ist unversehrt.

Eine weitere kuriose Mledung betraf den Bahnverkehr auf der Westbahn:

Am 03.06.2013 erfuhr man aus diversen Medien, dass die Westbahn zwischen St.Valentin und Amstetten gesperrt wäre, weil die Ennsbrücke überflutet sei. 

Da es zwischen St.Valentin und Amstetten keine Ennsbrücke gibt, genoss ich diese Meldung bereits mit Vorsicht und fuhr am Nachmittag problemlos mit einem halbleeren Intercity von St.Valentin nach Wien und wieder retour. Lediglich im bereich Aschbach erreichte der Zug nicht seine normale Fahrgeschwindigkeit und kam mit 7 Minuten Verspätung am Westbahnhof an. 

Weitere kuriose Meldungen wurden über die Situation in Grein publiziert. Während viele Medien Grein kurzfristig geographisch ins Machland verpflanzten, gab es vor allem Sensationsmeldungen über einen "15m hohen Damm, der dort aufgeschüttet wird". 

Auf den dazu publizierten Bildern sieht man ein Feuerwehrauto, das ungefähr die gleiche Höhe hat, wie der mobile Hochwasserschutz. 
Tatsache ist, dass der mobile Hochwasserschutz in Grein und in anderen Bereichen an der Donau eine Höhe von ca. 3,65m hat. Diese Spundwände sind schon lange in anderen Hochwassergebieten im Einsatz, so z.B. entlang der Enns in Steyr. Die irreführenden 15m beziehen sich auf den Pegelstand in Grein (Mittelwert 7,22m).

Die Meldung, dass in Wallsee ein Boot mit Jägern und Feuerwehrleuten gekentert sei, wurde von diversen Medien ebenfalls sehr unterschiedlich aufgefasst und publiziert. Laut einigen Medien wurden die Jäger mit dem Seil vom Hubschrauber geborgen, einige Medien verfrachteten das Boot kurzerhand nach Mautern bei Krems.

Auch über soziale Netzwerke wurden teilweise kuriose Meldungen verbreitet, die von manchen Medien aufgeschnappt wurden. So war immer wieder von einer Sperre der Nibelungenbrücke in Linz die Rede. Tatsache war, dass die Brücke zu keiner Zeit gesperrt war, lediglich die Unterführung unter der Brücke stand unter Wasser.

Kurios auch der Aufruf mancher Medien: "Schicken sie uns ihr bestes Hochwasserfoto" (z.B. nachrichten.at)...um sich im selben Atemzug über Schaulustige zu mokieren....

Was in den Medien niemals erwähnt wurde: viele Gegenden, die beim Hochwasser 2002 stark in Mitleidenschaft gezogen wurden, waren diesmal kaum oder nur wenig betroffen.

Freitag, 31. Mai 2013

Hybrid Rotbauchunke-Gelbbauchunke


Eine herpetologische Besonderheit konnten wir am 29.05.2013 in den Donauauen beobachten. In einem Gewässer fanden wir eine Unke. Diese Unke unterschied sich deutlich von den dort heimischen Gelbbauchunken (Bombina variegata). Im Gegensatz zu den Gelbbauchunken war die Unterseite nicht dottergelb, sondern orange gefärbt. Auch war das Tier an der Oberseite wesentlich dunkler als die Gelbbauchunken. Das Gewässer war zudem nicht typisch für Gelbbauchunken: ein tiefes Augewässer mit ausgeprägter submerser Vegetation. Da es in diesem Gebiet Restvorkommen der Rotbauchunke (Bombina bombina) gibt, gehe ich mal davon aus, dass es sich um eine Hybridform zwischen Gelbbauch- und Rotbauchunke handelt.
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