Montag, 1. April 2019

Wenn Ferkel Picknick machen....

Ein paar Schönwettertage - und man traut seinen Augen kaum: das Augebiet an der Enns unterhalb des Stauwerks Thaling ist voll mit Müll. Die Leut fahren mit den Autos bis fast hin zum Ufer, dort wird eine ordentliche Schweinerei veranstaltet und der Dreck möglichst gut über das ganze Augebiet verteilt. Dass diese Leute nicht zu den hellsten Köpfen zählen, erkennt man daran, dass sie ihre persönlich adressierte Post an der Feuerstelle vergessen. Die Namen sind notiert, die Autonummern ebenfalls. Man muss damit rechnen, in absehbarer Zeit Besuche von der Polizei zu bekommen.







Mittwoch, 6. Februar 2019

Vorbereitungsarbeiten für die Fischwanderhilfe im Bereich Abwinden-Asten





Seit geraumer Zeit kann man Bauarbeiten beim Kraftwerk Abwinden-Asten beobachten. Diese Schlägerung entlang des Mitterwassers sind die Vorbereitungsarbeiten für die Fischwanderhilfe im Bereich des Kraftwerks. Diese Arbeiten stellen zwar momentan einen Eingriff in die Natur dar, erhöhen aber langfristig den ökologischen Wert der Fließgewässer.

Mittwoch, 4. Juli 2018

Amazonasdschungel in den Donauauen

Schlägt man das aktuelle Waldmagzin auf, so findet man gleich auf den ersten Sein ein Bild. Ich habe das Bild im Vorjahr in den Donauauen aufgenommen - und tatsächlich, die dschungelartige Landschaft könnte wirklich irgendwo am Amazonas in Brasilien, in den Regenwäldern Afrikas oder Südotsasiens sein. Gerade im Sommer ist der Dschungel entlang der Donau undurchdringlich. Seeadler, Sumpfschildkröten, Amphibien, Libellen, Wasservögel und viele andere Tiere finden hier optimale Lebensbedingungen. Ich habe das Glück, unmittelbar an der Enns und der Donau zu wohnen und habe nur wenige Minuten mit dem Fahrrad, um in den Dschungel einzudringen. #npdonauauen #waldmagazin #dschungel #altarm #fadenbach #amazonas

Dienstag, 26. Juni 2018

"Idylle" am Strom

Ich brauche mich nur auf das Fahrrad zu setzen und bin in 10 Minuten an der Donau. In den Donauauen findet man wirklich idyllische Plätzchen, die einem an weit entfernte Länder erinnern - wären da nicht unsere netten Mitbürger, die es sich dort "gemütlich" machen. Offenbar gibt es Leute, die haben eine andere Definition von "Gemütlichkeit". Sie sitzen gerne auf alten Pappkartons, trinken Billigbier und essen labrige Fleischlaberl aus Pappschachteln. Man karrt den Dreck mit dem Auto bis ans Donauufer - den Weg zurück in den Kofferraum oder gar ins Altstoffsammelzentrum findet das Zeug natürlich nicht.



Sonntag, 8. April 2018

Springfroschlaich in der Wagenspur

Wagenspuren sind vielleicht geeignete Laichplätze für Gelbbauchunken, nicht aber für die Braunfroscharten. Vor allem, wenn die Wahrscheinlichkeit besteht, dass die Spuren in den nächsten Tagen austrocknen. Im Augebiet bei Asten haben auch heur wieder zahlreiche Springfrösche in eienr Wagenspur abgelaicht - ein Teil des Laichs ist leider schon vertrocknet. Ich habe mich daher entschlossen, den verbliebenen Laich in ein nahegelgenes Augewässer zu übersiedeln. Insgesamt 30 Liter Laich habe ich heute am Vormittag verfrachtet - ein kleiner Beitrag zum Artenschutz...


Samstag, 7. April 2018

Frühling am Mitterwasser

Es geht los...der Frühling ist endlich da! Ein paar fotografische Eindrücke von einer Wanderung rund um das Mitterwasser:















Sonntag, 4. Juni 2017

Traubenkirschen-Gespinstmotte (Yponomeuta evonymella) in den Donauauen

Ein gruseliges Naturschauspiel kann man derzeit in den Donauauen beobachten. Immer wieder findet man Baume, die komplett von einer Art "Spinnweben" überzogen sind. Die Raupen der Traubenkirschen-Gespinstmotte (Yponomeuta evonymella) sind derzeit sehr aktiv. Die Eier wurden von den Motten bereits im Vorjahr in den Knospen der Traubenkirsche (Prunus padus) gelegt. Im Frühjahr schlüpfen die Raupen und beginnen ihren Kahlfraß an den Bäumen. Dabei wird der Baum komplett von einem Gespinst überzogen. Anfang Juni verpuppen sich die Raupen in Gemeinschaften - im Hpochsommer schlüpfen dann die ca. 2cm großen Motten. Die Traubenkirschen überstehen einen derartigen Kahlfraß in der Regel ganz gut und treiben im nächsten Jahr wieder aus.








Samstag, 15. April 2017

Emys vs. Trachemys

Folgende Aufnahme gelang mir neulich in den Donauauen. Das Bild zeigt eine ungewöhnliche Situation: hier sonnt sich eine Europäische Sumpfschildkröte (emys orbicularis) auf einer Gelbwangen Schmuckschildkörte (trachemys scripta). Man nimmt doch an, dass die aus Amerika eingeführten Arten sich nicht mit unseren einheimischen Sumpfschildkröten vertragen. Meine Beobachtungen zeigen hier ein anders Bild: an dieser Stelle leben seit eingier Zeit mehrere Schildkröten beider Arten relativ harmonisch nebeneinander. 


Donnerstag, 23. Februar 2017

Europäische Sumpfschildkröte (emys orbicularis)

Beobachtungen von Europäischen Sumpfschildkröten sind in Österreich selten. Eine natürliche Population gibt es nur östlich von Wien, im Nationalpark Donau-March-Thaya-Auen.
Aber selbst dort ist eine Beobachtung nicht einfach: die Tiere sind gut getarnt und haben einen hohe Fluchtdistanz. Vereinzelt findet man aber auch Tiere westlich von Wien, z.B. in den Donauauen bei Stockerau und seit einiger Zeit auch in der Umgebung von Linz. Ich gehe aber davon aus, dass diese Tiere dort ausgesetzt wurden. Auch in der Umgebung von Enns konnte ich im letzten Jahr einige Sumpfschildkröten beobachten. Sie sonnen sich gerne auf Baumstämen, die im Wasser liegen und sind bereits an warmen Tagen im Februar aktiv. Die Europäischen Sumpfschildkröten stehen unter Naturschutz und dürfen nicht gefangen oder beunruhigt werden.
Neben den Europäischen Sumpfschildkröten findet man leider auch viele ausgesetzte Schmuckschildkröten (trachemys scripta). Die Rotwangen- und Gelbwangen-Schmuckschildkröten stammen ursprünglich aus Amerika. Man konnte sie als wenige cm. große Babyschildkröten in Zoohandlungen kaufen. Veile dieser Babys verendeten nach kurzer Zeit aufgrund von falscher Ernährung und Lichtmangel. Andere wiederum wuchsen schnell heran und wurden von den "Tierliebhabern" ausgesetzt, da sie das Terrarium stark verunreinigten. Genau diese Schildkröten stellen nun ein Problem dar: als faunenfremde Individuen stehen sie in Konkurrenz zu den einheimischen Sumpfschildkröten. Da sie grösser und stärker sind, verdrängen sie diese von den Sonnenplätzen.

Emys orbicularis in den Donauauen

ausgesetzte Gelbbauch-Schmuckschildkröte (Trachemys scripta scripta) in den Donauen - eine Bedrohnung für unsere einheimische Sumpfschildkröten - Population


Montag, 16. Januar 2017

Seeadlerynchronzählung 2017

Am 15.01.2017 fand die jährliche Seeadlerzählung statt. Ein Großteil der Seeadler besucht unsere Gewässer als "Wintergäste", in den letzten Jahren fanden sich aber auch einige Seeadlerpaare in Österreich ein, um hier zu brüten. Derzeit zählt man 24 Brutpaare in Österreich, im letzten Jahr verließen 33 Jungvögel den Horst. Mit einer Flügelspannweite von 2,30m ist der österreichische Wappenvogel der größte Adler Europas und war nach seiner Ausrottung jahrzehntelang aus unseren Breiten verschwunden. In den letzten Jahren konnte man den Seeadler aber wieder vermehrt in Österreich beobachten. Die Augebiete entlang der March und Donau, aber auch das Gebiet um den Neusiedler See zählen zu den bevorzugten Brutgebieten.
Jedes jahr im Jänner beteiligen sich ca. 50 Vogelkundelr an der sogenannten Synchronzählung und besuchen Gebiete, in denen sich Seeadler bevorzugt aufhalten. Um Doppelzählungen zu vermeiden, werden Beobachtungsort, Beobachtungszeit, Flugrichtung und Altersklasse der Tiere notiert.
Das Comeback des Seeadlers ist vor allem dem Verbot von Umweltgiften wie DDT, aber auch dem Schutz der Brutplätze zu verdanken. Die Seeadler brauchen für die Brut absolute Ruhe, in den Monaten Februar bis April kann eine Störung am Horst zu einem Ausfall der Brut führen. Nach wie vor fallen aber Seeadler illegaler Verfolgung durch Abschuss und gezielten Gifteinsatz zum Opfer oder verenden qualvoll, wenn sie mit belihaltiger Jagdmunition erlegte Wildtiere fressen.
Bisher gab es drei Fälle in Österreich, in denen drei Jungvögel den Horst verließen.

Samstag, 16. Juli 2016

Emys orbicularis im Enns-Donau-Winkel

Es ist die vierte Emys, die mir bis jetzt im Enns-Donau-Winkel begenet ist. Dachte ich vor zwei Wochen noch an einen Einzelfall, so stellte sich heute heraus, dass es am Mitterwasser offenbar mehrere Europäische Sumpfschildkröten gibt. Diese Tiere dürften offenbar aus eine Zuchtpopulation stammen, da die Fluchtdistanz der Schildkröten nicht besonders hoch ist. 


Freitag, 8. Juli 2016

Was von der Au übrigblieb....

Die ehemalige Siedlung Au unterhalb von Strengberg wurde nun fast zur Gänze abgesiedelt. Übrig geblieben sind nur die Kirche, die Bushaltestelle, der verwaiste Trafo und ein paar Häuser...



Donnerstag, 2. Juni 2016

Herpetologische Nachtexkursion in den Traun-Donau-Auen

Obwohl das Wetter gestern eher durchwachsen war, so war es doch optimal für die Beobachtung von Amphibien. Im Augebiet rund um den Weikerlsee konnten wir die dort heimischen Amphibienarten beobachten: Kammmolch, Teichmolch, jede Menge Kaulquappen, einen dicken fetten Seefrosch und pünktlich nach Einbruch der Dunkelheit ging es los mit den Laubfröschen. Die gut getarnten Gesellen machten zwar einen Höllenlärm, aber wir mussten genau schauen, um die Frösche im Gebüsch auszumachen...